Umgang mit Menschen

„Unser Umgang mit Menschen versteht sich letztendlich als Spiegel unserer Haltung uns selbst gegenüber.“

Unser Miteinander ist von unseren eigenen Erfahrungswerten, unserer Haltung und unserem Umgang mit uns selbst geprägt. Eine Prägung, die über Nähe und Rückzug, Zufriedenheit und Unzufriedenheit, sinnstiftende Beziehungen und schmerzhafte Verbindungen entscheidet. Letztendlich ergibt sich aus der Wechselwirkung zwischen unseren Mitmenschen und uns selbst ein Lebensmodell – tragend oder nicht zu ertragen. Von Wachstum geprägt oder von Zweifeln durchzogen. 

Warum das Thema zu wenig Beachtung erhält

In einer Leistungsgesellschaft dreht sich der Alltag vorrangig darum, möglichst erfolgreich zu sein. Es geht um eine gute Position innerhalb des Unternehmens, um bestmögliche Zensuren und Bewertungen, um einen adäquaten Stil, Schönheit und Perfektion. 

Dadurch wenden viele ihren Blick von der Gesellschaft, Partnerschaft und Freundschaft in ihrer Tiefe ab und konzentrieren sich vermehrt auf sich allein. Sie betrachten ihre Mitmenschen als potenzielle Konkurrenten, die sie „übertreffen“ müssen. Dadurch gerät das eigentlich wohltuende Zusammensein aus dem Fokus, das Thema Selbstoptimierung begibt sich ins Zentrum.

Interessanterweise breitet sich der Wunsch nach Selbstoptimierung dadurch weiter aus. Wie ein Mantel legt er sich sanft um das ganze Wesen. Plötzlich geht es überall um Anerkennung und Akzeptanz, wenn beides innerlich abhanden kam.

In diesem Augenblick vergessen viele den wahren Wert eines liebevollen und von Echtheit getragenen Miteinanders. Gleichzeitig demonstrieren sie ihren Mitmenschen sehr stark, wie wenig Selbstliebe noch vorhanden ist.

Freundschaften wirken lose,

Anbindungen sind nicht vorhanden.

Leere dehnt sich aus, wenn das Thema „Umgang mit unseren Mitmenschen“ ebenso wenig Beachtung findet wie der Umgang mit uns selbst. 

Im Scientaura-Magazin widme ich mich den Zwischenwelten, die sich wie Leere anfühlen. Welten zwischen dem Verlust der Nähe, dem Sehnen nach einer echten Verbindung, dem Wunsch nach tragenden Kontakten, Fragen nach dem Sinn und Unsinn im Miteinander und der Frage, wie wir uns besonders in der Leistungsgesellschaft wieder neu und sinnstiftend miteinander vernetzen. 

Hier geht es darum, wie allzu menschliche Themen – auch über den Umgang mit uns und anderen Menschen hinausgehend – in unserer äußerst schnelllebigen Welt neu gedacht werden können. Weiterhin ist es ein Anliegen des Magazins, das Ungesagte zu beleuchten und häufig verdrängten oder vernachlässigten Perspektiven Raum zu bieten.

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